Über re Recognition
Vorreiter in der Mustererkennungstechnologie
Über uns
Mit der KADMOS Technologie erfüllt Re Recognition seit über 30 Jahren die Anforderungen unserer Kunden an die OCR-, ICR- und Mustererkennung. Das Ziel von Re Recognition ist es, eine genauere und schnellere Technologie zur Entschlüsselung von Mustern, vor allem von maschinell gedrucktem Text (OCR) und handschriftlichen Zeichen (ICR) bereitzustellen, um den Bedürfnissen eines globalen Kundenstamms gerecht zu werden.
Die meisten OCR- und ICR-Technologien verwenden SVM-Algorithmen (Support Vector Machine) und selbstlernende neurale Netzwerke (NN). KADMOS ist anders. Unsere Technologie basiert auf einem proprietären Algorithmus, der die „diskriminierende Entropie“ anwendet. Dieser technisch überlegene Ansatz bei ICR und OCR übertrifft sowohl reine SVM- und NN-Algorithmen als auch Kombinationen der beiden Algorithmen.
Die geschützte Merkmalsextraktion basiert auf der gleichen Mathematik wie die Computertomographie und erfasst bis zu zehnmal mehr Datenpunkte des zu erkennenden Symbols oder Zeichens. Komplexe Algorithmen, die in die Technologie eingebettet sind, bestimmen dann, welche Datenpunkte am wichtigsten sind. Das bedeutet, dass intelligente, präzise Entscheidungen schnell getroffen werden können.
Die KADMOS Technologie durchläuft in ihrer Entwicklung ein überwachtes Lernen. Bevor Entscheidungen getroffen werden, müssen zehntausende Proben von jedem Buchstaben und Glyphen eingelesen werden. Dann heisst es üben, üben, üben: jede einzelne Glyphe wird mit jeder anderen weltweit existierenden Glyphe verglichen, bis die offensichtlichen und feinen Unterschiede zwischen ihnen erkannt werden. In dieser Intelligenz liegt die Überlegenheit der KADMOS Technologie in der Erkennung von Maschinenschrift und handschriftlichen Zeichen.
Allen voran war Re Recognition in der Lage, eine Technologie zu entwickeln, die nicht auf Wörterbücher angewiesen ist und eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit in über 200 Sprachen ermöglicht. Diese Leidenschaft und das Engagement für die mehrsprachige Unterstützung bedeuten, dass komplexere, nicht-lateinische Texte wie Kyrillisch, Griechisch, Hebräisch, Thai und Tamil unterstützt werden können. Weitere Sprachen sind stets Bestandteil der Produkt-Roadmap.
Unsere Kunden entscheiden sich für Re Recognition nicht nur wegen der außergewöhnlichen Genauigkeit und Geschwindigkeit, die wir ihnen bieten, sondern auch wegen unseres kooperativen Ansatzes bei der Entwicklung komplexer Produkte. Dieser interaktive Ansatz bei der Einrichtung und unser hoch angesehenes Peer-to-Peer-Supportmodell sorgt dafür, dass unsere Kunden uns gegenüber loyal geblieben sind.
Eine Geschichte zwischen DDR, Gefängnis und KI-Pionierarbeit
Bei Bedarf arbeiten wir partnerschaftlich mit unseren Kunden zusammen, um sie bei der Entwicklung von Lösungen für massgeschneiderte, komplexe ICR- und OCR-Probleme zu unterstützen.
Unser Team verfügt über umfangreiche Erfahrung mit den Anforderungen an ICR und OCR in einer Reihe von Märkten wie unter anderem der Finanzwirtschaft, dem Bildungswesen, dem Gesundheitswesen oder dem Dokumentenmanagement. Mit dem Zugriff auf unsere technischen
Erfahren Sie mehr
Lernen Sie mehr über die Technologie von reRecognition mit einer kostenlosen Testversion.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Recognition Geschichte
Kindheit & DDR
Im zarten Knabenalter verschlug es mich aus der Bundesrepublik in die DDR. Ohne dass ich mich dagegen hätte wehren können. Mein Vater war Arzt, meine Mutter Ärztin. Also war klar, dass ich im Arbeiter- und Bauern-Staat wenig Chancen hatte studieren zu dürfen. Mein Berufswunsch war Schiffs-Ingenieur, ich wollte die Welt sehen. Der Zufall kam mir zu Hilfe – bei der 3. Internationalem Mathematik-Olympiade hab ich in der DDR bei allen Wettbewerben einen vorderen Platz belegen. Bei dem internationalen Ausscheid
in Polen endete die Glückssträhne – dort waren Kenntnisse gefragt, die über den Schulstoff hinausreichten. Und ich hatte mich ausserhalb der Schule nie mit Mathematik beschäftigt. Das Ganze eröffnete jedoch eine Chance: Ich konnte mich an der Universität Jena um ein Mathematik-Studium bewerben. Im dritten Studienjahr war ich dort der Erste, der Seminar-Vorträge über Zeichenerkennung (erste IBM-Geräte, Prof. Steinbuch “Automat und Mensch”, …) und Neuronale Netze gehalten hat (IEEE PAMI, McCulloch & Pitts, …).
Studium & Zeiss
Etwa zwei Jahre nach dem Studium bin ich von der Uni zu den Zeiss-Werken gewechselt. Der Grund: Für Uni-Mitarbeiter gab es in Jena keine Wohnungen. Wenig später konnte ich meine Dissertation fertigstellen. Sie wurde als zu gut befunden um in westliche Hände zu gelangen und darum im Panzerschrank der Uni-Bibliothek eingeschlossen. In jener Zeit kontaktierte mich ein ehemaliger Klassenkamerad aus der Oberschule (=Gymnasium). Er hatte in Karl-Marx-Stadt Textilmaschinenbau studiert und arbeitete an seiner Dissertation. Thema: Qualitätskontrolle für Faservliese. Sein Ansatz: Abtastung mit parallelen Geradenscharen unter verschiedenen Winkeln, Zählung der Schnittpunkte mit den Fasern.
Ihm fehlte etwas Mathematik dazu, ich konnte helfen. Dabei fiel mir auf, dass man genau dieses Abtastverfahren mit genau dieser Mathematik hervorragend für Zwecke der Zeichenerkennung nutzen konnte. Den Ansatz habe ich vor einem hochkarätigen Gremium in den Zeiss-Werken vorgetragen. Die Reaktion: “Zeichenerkennung wird im Rahmen des RGW (Comecon) von der Belorussischen Akademie der Wissenschaften in Minsk bearbeitet.” Ich wollte nicht nach Minsk umziehen. Also war das Thema erst einmal gestorben.
Flucht & Gefängnis
Auf Grund meiner umfangreichen Westverwandtschaft hatte ich in der DDR keinerlei Aussicht auf berufliches Fortkommen. Als sich mir eine Chance bot, in den Westen zu fliehen, habe ich die Gelegenheit sofort ergriffen. Der Fluchthelfer hat Fehler gemacht, ich habe Fehler gemacht, der Fluchtversuch ist gescheitert. In meinen Stasi-Akten konnte ich später lesen, wie mein ehemaliger Chef – ein Stasi-Spitzel – einen Kollegen denunziert hat. Dieser hatte gesagt “Schön blöd, sich erwischen zu lassen!”. Die Stasi U-Haft in Gera ist ein eigenes Kapitel wert. Hier nur soviel: Ich wurde vermutlich aufgebaut zu einem der Austausch-Spione für den Stasi-Typ Guillaume, den enttarnten Mitarbeiter von Willi Brandt. Die “Vernehmungs-Protokolle”, das ganze Verfahren: Lügen, Lügen, Lügen. Nach der U-Haft Zuchthaus Brandenburg. Die Zellen in Brandenburg waren etwa drei mal so stark belegt wie zu Nazi-Zeiten. Wo Honnecker noch allein in einer Zelle sass, waren es unter seiner Herrschaft drei Häftlinge. Arbeit: in drei Schichten Elektro-Motoren wickeln. Da war Zeit zum Nachdenken, arbeiten an der Merkmalsbildung für eine Zeichenerkennung. Da praktisch alle nicht explizit genehmigten Aufzeichnungen im Wochenabstand weggefilzt wurden, habe ich wichtige Daten in den Rohren der Bettgestelle, in Schrankschlössern und Ähnlichem versteckt. Zeitweilig haben ein Duzend Mithäftlinge beim Rechnen geholfen, selbst fünf Mörder waren dabei. Nachträglich noch ein ganz grosses Dankeschön! Alles ohne Taschenrechner, mit Bleistift und Papier. Ein Mithäftling, Mathematiker, hat sogar eine Umkehrformel entwickelt, wie man aus den Schnittpunkte-Schatten unter den verschiedenen Winkeln Den Umriss, die Gestalt des Zeichen zurück rechnen kann: (f + f”)/2.
„Die Grundlagen wurden im DDR-Stasi-Knast gelegt.“
Neustart im Westen
Im Frühjahr 1979 wurde ich von der Bundesregierung freigekauft. Für 250’000 DM, wie mir ein beteiligter Krupp-Manager berichtet hat. Sofort habe ich alles, was wir im Zuchthaus Brandenburg erarbeitet hatten, niedergeschrieben. Drei Tage lang, auf 30 Seiten. Ich durfte ja nichts davon aus dem Zuchthaus mit in den Westen nehmen. Mein Vater, der längere Zeit als Arzt in der Buchinger-Klinik in Überlingen am Bodensee gearbeitet hatte, hatte dort Peter von Siemens kennen gelernt. Er hat meine 30 Seiten mit einem erklärenden Begleitbrief an Peter von Siemens geschickt.
Siemens / CGK
Zum Verständnis des Folgenden muss hier ein paralleler Handlungsstrang beschrieben werden. Mitte der 1970er Jahre hatte Nixdorf beschlossen, auch Grossrechner zu bauen…
Also schickte Peter von Siemens meine Ausarbeitung an die CGK. Beim Einstellungs-Gespräch hatte ich den Eindruck, dass keiner der CGK-Manager meine Ausarbeitung über Zeichenerkennung verstanden hatte. Immerhin konnte ich problemlos vereinbaren dass ich ein halbes Jahr Zeit bekomme, meinen Ansatz zur Zeichenerkennung auszuarbeiten und zu testen.
Durchbruch
Ein weiterer glücklicher Zufall: Zu genau dieser Zeit wurden bei der CGK die neuen “maschinen-lesbaren” Personalausweise vorbereitet…
Resultat: Der neue Klassifikator war doppelt so gut wie der bisherige, also halbe Fehlerrate.
Technologie
Zur Erreichen der notwendigen Erkennungs-Qualität mussten einige der bisherigen Standard-Verfahren der Mustererkennung verändert oder über Bord geworfen werden…
Krise & Selbstständigkeit
1982 gab es – wie so oft – wieder einmal eine Wirtschaftskrise…
KADMOS & Erfolg
Mitte 1986 habe ich neue Pläne entwickelt… Der Produkt-Name “KADMOS” wurde gefunden. Erste Kunden aus den USA orderten KADMOS.
Internationalisierung
Beim Umzug in die Schweiz hat uns Herr Strohmeyer grossartige Hilfe geleistet…